Maude Mathys läuft beim Jungfrau-Marathon neuen Rekord auf der angepassten Strecke!

Die Berglauf-Europameisterin Maude Mathys/VD gewinnt mit 3:12:56 Stunden den 25. Jungfrau-Marathon und stellt einen neuen Streckenrekord auf. Bei den Männern feiert Jose David Cardona (COL) den Sieg in 2:56:20 – vor Robbie Simpson (UK) und Birhannu Mekonnen (ETH). Auch die Zahl von 5000 Teilnehmern ist Rekord.

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Die Rechnung für Maude Mathys aus Ollon/VD ging beim 25. Jungfrau-Marathon voll auf. Die 30-jährige lief ein ungefährdetes Rennen: „Ich habe neue Trainingspläne und wusste, dass ich an diesem Tag in guter Form bin. Auf meine Konkurrentinnen habe ich gar nie geguckt. Als ich bei den Zwischenzeiten unter meiner erhofften Zeit war, wusste ich, dass es gut kommt“, sagt die neue Rekordhalterin. Dass sie allerdings bei km 30 extrem schwere Beine bekam, überraschte sie schon etwas. „Ab da war es nur noch eine Kopfsache. Da ich den Marathon vor fünf Jahren schon gelaufen bin, wusste ich, was mich erwartet. Als ich die Moräne erreichte, ging dann alles ganz schnell.“

Die zweitplatzierte Deutsche Michelle Maier (3:23:07) distanzierte sie um über zehn Minuten. Dritte wurde die Schweizerin Petra Eggenschwiler (3:35:08).

Überraschungssieger bei den Männern

Bei den Männern war das Rennen nicht ganz so klar. Bis Wengen führte der Äthiopier Tefera Mekonen. Erst auf den letzten Kilometern übernahm Jose David Cardona die Spitze, der sehr kurzfristig beim Jungfrau-Marathon aufgenommen wurde. Beim diesjährigen Sierre-Zinal-Lauf hatte der Kolumbianer den 10. Platz belegt. Cardona: „Ich bin glücklich und bedanke mich für die tolle Organisation. Ich hoffe, auch nächstes Jahr wieder hier laufen zu können.“

Vorjahressieger Robbie Simpson lief in 2:58:48 auf den zweiten Platz. Er habe sich besser als 2016 gefühlt, war der Engländer mit seiner Leistung zufrieden. Birhanu Mekonnen/ETH musste sich mit dem 3. Rang begnügen. Er hatte in den vergangenen beiden Jahren jeweils Platz zwei belegt. Bester Schweizer war erwartungsgemäss Stefan Wenk/ZH auf dem fünften Platz.

Schnelle Staffel mit Röthlin und Cologna

Zum ersten Mal machte auch eine Promi-Staffel mit. Ehrenstarter und dreifacher Langlauf-Olympiasieger Dario Cologna lief das letzte Teilstück von Wengen auf die Kleine Scheidegg. Der Bündner trainiert im Sommer oft am Berg. Kein Wunder fühlte er sich auf seiner Laufstrecke wohl: „Es war ein einmaliges Erlebnis. Obwohl ich wegen dem schlechten Wetter die tolle Kulisse mit Eiger, Mönch und Jungfrau nicht so geniessen konnte. Aber das war vielleicht besser so. Ich bin jedenfalls zufrieden, wie ich mein Rennen eingeteilt habe.“ Cologna lief in der Staffel mit Fabienne Schlumpf, Andrin Jäger und Viktor Röthlin. Der Marathon-Europameister von 2010 war vor vier Jahren Dritter beim Jungfrau-Marathon.

Zufriedene Veranstalter

Trotz garstigem Wetter durfte sich der Veranstalter beim Jubiläums-Marathon über den Rekord von 5000 Läufern freuen. OK-Präsident Toni Alpinice: „Ich bin begeistert, wie toll auch bei der 25. Austragung die Organisation ablief. Uns konnten auch die schwierigen Wetterbedingungen das Jubiläum nicht vermiesen.“ Wegen den zunehmenden Regenfällen mussten aus medizinischer Sicherheit die letzten rund 100 Läufer von der Strecke genommen werden. Schon am Freitag hatten Hunderte von Athleten über die Meile und beim Pararace mitgemacht. Die Schweizer Paralympic-Szene war in Interlaken vollständig vertreten. 

 

Rangliste

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