30. RED BULL DOLOMITENMANN: Anton Palzer mit weltklasse Laufleistung

Der 30. Red Bull Dolomitenmann wurde auch heuer wieder seinen Erwartungen als härtester Teambewerb der Welt gerecht und trieb bei der Jubiläumsausgabe seine Teilnehmer bis an ihre Grenzen. Bei trockenen aber windigen Bedingungen meisterte das Team „Pure Encapsulations“ die an sie gestellten Aufgaben am besten und triumphierte zum mittlerweile dritten Mal. Auf den Rängen zwei und drei folgten das Team „Kolland Topsport Professional“ und das Team „Kleine Zeitung Panaceo Martini Sportswear“. Nach mehreren Führungswechseln lagen alle drei Teams nur wenige Minuten auseinander.

© Red Bull Dolomitenmann

Nach Wochen der intensiven Vorbereitungen fand am 09. September zum 30. Mal der härteste Teambewerb der Welt statt. Extremsportler aus allen Teilen der Erde fiebern jedes Jahr dem Red Bull Dolomitenmann entgegen und auch heuer hatte es das Highlight des Jahres wieder in sich und verlangte den Multisport-Teams alles ab. Bei herbstlichen und windigen Bedingungen lieferten sich die Athleten rund um Toni Palzer, Alban Lakata, Andreas Goldberger, Paul Guschlbauer, Harald Hudetz und Benjamin Karl bis zum Schluss ein heißes Duell. 40.000 Zuschauer an der Strecke taten ihres dazu bei, die Jubiläumsausgabe des Red Bull Dolomitenmann zu einem vollen Erfolg werden zu lassen. Einem Bewerb bei dem der einzelne nur so stark ist wie das ganze Team.

Um genau 10 Uhr fiel, traditionell durchgeführt von „Mr. Dolomitenmann“ Werner Grissmann, der Startschuss zum 30. Red Bull Dolomitenmann. 130 Bergläufer machten sich vor den Augen von zahlreichen Zuschauern vom Lienzer Hauptplatz aus auf den Weg um die 1800 Höhenmeter zum Kühbodentörl zu erklimmen. Nach 3 Kilometern in der Ebene erwartete sie bereits der Goggsteig, der den Läufern bereits von Anfang an alles abverlangt. Nach einem beherzten Start von Toni Palzer (GER) setzte sich relativ rasch Philip Götsch von „Pure Encapsulations“ an die Spitze und führte die Gruppe der Topläufer lange an. Erst bei Labestation 4 setzte Letzjahressieger Mamu Petro (ERI) zum Überholen an und ließ sich danach den Sieg nicht mehr nehmen. Petro vom Team „Kleine Zeitung Panaceo Martini Sportswear“ beendete das Rennen mit einer fabelhaften Zeit von 1:22:03 Std. vor Philip Götsch in 1:22:39 und Toni Palzer vom Team „Red Bull“, der 1:23:50 Std brauchte. Andreas Goldberger aus dem Team Wings for Life konnte bei der letzten Teilnahme sein persönliches Ziel realisieren und erreichte das Ziel in beeindruckenden 1:49:45 Std.

Aufgrund der unbeständigen Wetterbedingungen musste in diesem Jahr der Start der Paragleiter leider vom Kühbodentörln auf die Moosalm verlegt werden. Die Paragleitschirmpiloten wurden daher von der Rennleitung über die Zieleinläufe ihre Bergläufer informiert und wurden mit entsprechendem Abstand vor den Augen von tausenden interessierten Zuschauern ins Rennen geschickt. Keine leichte Aufgabe aber Markus Prantl vom Team „Pure Encapsulations“ meisterte den kurzen Flug am besten und konnte seinen Konkurrenten vom Team „Kleine Zeitung Panaceo Martini Sportswear“ sogar auf diesem kurzen Stück überholen und landete als erster ins Dolomitenstadion. Dort erwartete ihn eine packende Kulisse von tausenden Zuschauern, die neben dem spannenden Wettkampf auch ein prallgefülltes Rahmenprogramm mit Auftritten des Red Bull Skydive Teams, Streetstyle Soccer Künstler Martin Schopf und vieles mehr, geboten bekamen. Prantl übergab in einem Kopfan-Kopf-Rennen seinem Teampartner Tony Longo (ITA), dicht gefolgt von Lorenz Peer „Kleine Zeitung Panaceo Martini Sportswear“ und Red Bull X-Alps Starter Paul Guschlbauer für das Team „Red Bull“.

Unter dem unterstützenden Applaus der Zuschauer ging es für die Mountainbiker aus dem Lienzer Hotspot, dem Dolomitenstadion in Richtung Anstieg. Bis zum Hochsteinkreuz hatten sie heuer 1500 Höhenmeter zu überwinden – Tragepassagen inklusive.

Während an der Spitze Tony Longo und Kristian Hynek (CZE) ihre ganze Erfahrung ausspielten, kam es im weiteren Spitzenfeld zu ein paar Verschiebungen. So konnten sich Daniel Geismayr von „Kolland Topsport Professional“ und Samuele Porro (ITA) „Kolland Topsport International“ einige Plätze nach vorne arbeiten und verwiesen Mountainbike Marathon-Weltmeister Alban Lakata „Red Bull“ auf Platz 5.

Für die Kanuten ging es dann nach einer kurzen Laufpassage per 7-Meter-Sprung in die Fluten der Drau. Mehrere Trage- sowie quälend lange Aufwärtspassagen forderten die Athleten bis aufs Letzte. Gerhard Schmid der für Pure Encapsulations als erster ins Wasser sprang konnte mit einer Top-Leistung überzeugen und hielt Manuel Filzwieser, der nur kurz hinter ihm gestartet war, auf Distanz. Der Kärntner konnte bis ins Ziel den Vorsprung sogar noch leicht ausbauen und fiel schließlich mit einer Gesamtzeit von 3:50:57 Std. seinen Teamkollegen völlig erschöpft in die Arme. Dahinter entwickelte sich noch ein Kampf um Platz 2, den „Kolland Topsport Professional“ durch eine heldenhafte Leistung von Herwig Natmessnig für sich entscheiden konnte und somit „Kleine Zeitung Panaceo Martini Sportswear“ auf Platz 3 verwies. Titelverteidiger „Red Bull“ rund um Toni Palzer, Paul Guschlbauer, Alban Lakata und Harald Hudetz belegten mit aufopferndem Einsatz beim 30. Red Bull Dolomitenmann Platz 5. Auch im 30. Jahr lieferte der Red Bull Dolomitenmann mehrere Führungswechsel und packende Duelle auf den verschiedenen Teilstrecken, die den Bewerb bis kurz vor Schluss spannend hielten.

Stimmen vom 30. Red Bull Dolomitenmann

Werner Grissmann: „Das Wetter war heute früh extrem unbeständig, zuerst waren die Prognosen sehr gut, dann kam Nebel und Wind. Gott sei Dank konnten wir den Paragleitbewerb auf die Moosalm verlegen. Ab diesem Zeitpunkt lief der Bewerb ohne große Vorfälle, bei perfektem Wetter und vor zehntausenden Zuschauern. Es macht mich stolz, dass so viele Weltklasseathleten sich in solche Teams zusammenfinden und den Lienzer Talboden in einen Hexenkessel verwandelt. Der heutige Event war eine würdige 30ste Auflage und mit unserem tollen Team konnte uns nicht Mal das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen.

Markus Prantl (Pure Encapsulations, Paragleiten): „Der Red Bull Dolomitenmann ist eine brutale Herausforderung. Die Konditionen sind immer wieder anders und man muss sich immer neu anpassen. Da gehört auch ein bisschen Glück dazu. Wir sind überglücklich über den Sieg. Das ist nun der dritte Erfolg für Pure Encapsulations und das beim 30. Jubiläum. Das ist wirklich ein Traum.“

Andreas Goldberger: „Bei der tollen Stimmung am Start und den vielen positiven Emotionen habe ich mir schon kurz gedacht, dass ich vielleicht doch noch einmal mitmachen soll aber spätestens am Goggsteig habe ich mich dann wieder daran erinnert warum das mein letzter Red Bull Dolomitenmann ist. Die Entscheidung steht, weil ich glaube zuschauen wird auch richtig toll.“

Harald Hudetz: „Ich bin eigentlich sehr zufrieden. Der Sprung hat perfekt gepasst und es gab im Rennen auch nur eine Stelle, die vielleicht nicht ganz optimal war aber ich bin einfach nicht an den vor mir herangekommen. Platz 5 ist schon in Ordnung. Wir sind einfach das geilste Team.“

Toni Palzer: „Ich kann absolut zufrieden sein. Mein Abstand zu Mamo Petro war nicht sehr groß und auch die Zeit war für die Bedingungen sehr gut. Platz 5 in der Gesamtwertung entspricht natürlich nicht unseren Erwartungen aber Alban war nicht ganz fit und bei einem Bewerb wie dem Red Bull Dolomitenmann muss einerseits einfach an einem Tag bei allen 4 Athleten alles passen und zum anderen braucht man ein bisschen Glück. Im Großen und Ganz muss ich aber sagen, Platz 5 muss man erst einmal schaffen.“

ERGEBNISSE (vorläufig, offizielle Ergebnisse unter www.redbulldolomitenmann.com) 1. Pure Encapsulations, 03:50:57 Stunden 2. Kolland Topsport Professional, 03:53:23 Stunden 3. Kleine Zeitung – Panaceo – Martini Sportwear, 03:53:48 Stunden 4. Kolland Topsport International, 03:55

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