Red Bull Der Lange Weg - die längste Skitour der Welt

 

Mit Nuria Picas, Philipp Reiter, David Wallmann und Bernhard Hug sind auch sehr erfolgreiche Trailrunnen im illustren Team dabei. © Sandra Birklbauer / Red Bull Content

Geschichte wiederholt sich!

Seit fast 50 Jahren hat sich niemand mehr dieser enormen Herausforderung gestellt: Die Überquerung des Hauptkamms und der mächtigsten Gipfel der Alpen von Edlach an der Rax bis Nizza auf Ski und zu Fuß innerhalb von 40 Tagen und ohne einen einzigen Tag Pause. Am 17. März 2018 wird ein Team internationaler Athleten aufbrechen, um eine der schwierigsten Aufgaben in der Geschichte des Skifahrens zu bewältigen. Sie starten in Edlach an der Rax, um ein unglaubliches Abenteuer zu wiederholen, das vor ihnen nur eine Gruppe österreichischer Skibergsteiger im Jahr 1971 bestanden hat. Ihr hochgestecktes Ziel: einen neuen Rekord für diese extreme alpine Expedition mit insgesamt 1917 Kilometern Distanz und über 85.000 Höhenmetern im Aufstieg zu setzen. Vor ihnen liegt eine brutale Herausforderung: Red Bull Der Lange Weg, die längste Skitour der Welt! Vor 47 Jahren waren Robert Kittl, Klaus Hoi, Hansjörg Farbmacher und Hans Mariacher die ersten – und bis heute einzigen – Sportler, die den Alpenhauptkamm komplett von Ost nach West auf Ski überquert haben. Sie wählten nicht die kürzeste, sondern die anspruchsvollste Route, um auch einige der höchsten Gipfel der Alpen zu erobern, darunter den Großglockner (3798 m), den Piz Palü (3900 m), die Dufourspitze (4634 m) und den Mont Blanc (4810 m). Das Team 2018 wird in ihre Fußstapfen treten und die gleichen imponierenden Berge in Angriff nehmen wie die damalige Crew. Aufgrund der äußerst aufreibenden und schwierigen Route wurden nur international herausragende Expeditions- und Alpinbergsteiger, Bergführer und Ausdauerathleten für diese außergewöhnliche Challenge ausgewählt.

Reglement Red Bull Der Lange Weg 2018

Um eine Vergleichbarkeit von Red Bull Der Lange Weg mit der Alpenüberschreitung von 1971 zu ermöglichen, unterwirft sich das Team 2018 strengen Regeln. Dabei wird auch auf die Sicherheit großen Wert gelegt.

• Ein Team von sieben Alpinisten wurde ausgewählt, um die Tour am 17. März 2018 zu starten.

• Ihr Ziel ist es, alle Gipfel und Talorte zu erreichen, die das Team der Alpenüberschreitung 1971 passiert hat. Gipfel und Route finden sich in deren Aufzeichnungen.

• Die Gruppe darf sich während der jeweiligen Tagestour voneinander distanzieren. Den täglichen Start und das Tagesziel müssen die Alpinisten jedoch als Gruppe durchführen.

• Projektleitung und Medien müssen alle Entscheidungen des Teams betreffend Sicherheit akzeptieren.

• Das Team darf insgesamt maximal 64 Kilometer mit dem Auto fahren (wie 1971).

• Das Team von 1971 nutzte die damals modernste Ausrüstung. Auch die Alpinisten 2018 dürfen Equipment einsetzen, das dem heutigen Stand der Technik entspricht.

• Die Alpinisten dürfen ihre Ausrüstung jederzeit im Tal beim Supportauto wechseln.

• Die Alpinisten müssen die Ausrüstung und das Material für die jeweiligen Tagesetappen selbstständig tragen.

• Sollten die Alpinisten das Ziel nicht nach 40 Tagen erreichen, kann die Projektleitung das Unternehmen beenden.

• Um erfolgreich zu sein, müssen mindestens vier Skialpinisten des gestarteten Teams das Ziel in Nizza in weniger als 41 Tagen erreichen.

Teilnehmer

Sieben herausragende Alpinisten aus aller Welt wurden ausgewählt, den Alpenhauptkamm von Ost nach West zu überschreiten. Es sind Menschen, die sich nicht alle vorher untereinander kennen und in dieser Zusammensetzung noch nie eine Expedition gemeistert haben. Eines jedoch eint sie: Die Liebe zu den Bergen und die Leidenschaft für ungewöhnliche Herausforderungen. Bei Red Bull Der Lange Weg sind sie dann erfolgreich, wenn vier von ihnen Nizza in weniger als 41 Tagen erreichen.

Tamara Lunger (ITA)

Tamara Lunger, 31, ist eine italienische Skibergsteigerin, die nach zahlreichen Erfolgen bei Rennen im Jahr 2009 auch mit dem Höhenbergsteigen begann. Im Skibergsteigen gewann sie zweimal die italienische Meisterschaft und 2008 die U-23-Weltmeisterschaft. Zu ihren Projekten im Bergsteigen gehören K2, Manaslu und Lhotse. Seit 2013 absolviert Lunger auch Ultratrailrennen und gewann 2014 mit Annemarie Gross den Transalpine-Run. Erfahrung mit langen Skitouren sammelte die Italienerin 2013 bei der Überquerung des Karakorum in Pakistan mit Tourenski. 

Nuria Picas (ESP)

Die Spanierin Nuria Picas ist eine der erfolgreichsten UltratrailLäuferinnen der Welt. Es gibt kaum einen internationalen Wettbewerb, den die 41-Jährige noch nicht gewonnen hat – obwohl ihr Ärzte vor 19 Jahren nach einem Kletterunfall attestierten: „Du wirst nie mehr laufen können!“ 2012 dominierte sie die SkyUltraKategorie in der Skyrunner World Series, 2014 und 2015 die UltraTrail World Tour. Allein 2017 siegte sie beim Hong Kong 100, beim Ultra-Trail du Mont Blanc und beim Maratón Transgrancanaria.

Janelle Smiley (USA)

Janelle Smiley aus Colorado (USA) ist Skibergsteigerin und Kletterin. 2012 und 2014 gewann sie die nordamerikanische Meisterschaft im Skibergsteigen, außerdem ist sie dreimalige US-Meisterin in dieser Disziplin. Ihr Hunger auf Schneeabenteuer hat die 36- Jährige schon zu abgelegenen Gipfeln in aller Welt geführt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Mark betreibt sie in Jackson, Wyoming das Unternehmen Blue Square Productions, das Mountain Guiding sowie Foto- und Filmaufnahmen anbietet.

Mark Smiley (USA)

Mark Smiley aus den USA ist professioneller Fotograf, Filmemacher und Bergführer. Der 37- Jährige liebt spektakuläre Abfahrten und fuhr mit Ski u. a. vom Mt. St. Elias (5489 m) in Kanada, dem Huandoy East (6000 m) in Peru und dem Denali (6190 m) in Alaska ab. Gemeinsam mit seiner Frau Janelle hat er sich vorgenommen, die „Fifty Classic Climbs of North America“ zu absolvieren. Als Guide führte Mark Smiley bereits sieben internationale Expeditionen, fünf Alaska-Expedition und zahlreiche Trips in den USA.

David Wallmann (AUT)

David Wallmann, 1991 in Salzburg geboren, ist Trailrunner und Skibergsteiger. Zu seinen größten Erfolgen als Skibergsteiger zählen die Siege bei der Reither Kogl Trophy und beim Nesslangerlalm Aufstieg 2017. Im Jahr zuvor gewann er die Schönleitentrophy und die Gaissau Hintersee Trophy. Als Trailrunner holte er die Titel beim Stubai Basic Trail und beim Zugspitz Trailrun Challenge Marathon 2017. David Wallmann ist im Hauptberuf Lehrer in Bischofshofen.

Philipp Reiter (GER)

Der Deutsche Philipp Reiter, am 20. Juli 1991 in München geboren und in Bad Reichenhall aufgewachsen, ist Trailrunner und Skibergsteiger. Seine Erfolgsgeschichte beginnt 2009, als er neben Podestplatzierungen im Jugendbereich auch bereits an der Berglauf-WM in Campodolcino (ITA) teilnahm. Im vergangenen Jahr belegte er beim Südtirol UltraSkyrace in Bozen (ITA) und bei der Deutschen Meisterschaft im Skibergsteigen, dem Jennerstier in Berchtesgaden (GER), jeweils den zweiten Platz. Reiter ist auch ein versierter Fotograf und Kameramann.

Bernhard Hug (SUI)

Bernhard Hug (SUI) ist 44 Jahre alt und feierte seine ersten sportlichen Erfolge im Berglauf und als Kadermitglied der Schweizer Nationalmannschaft im Triathlon. Er absolvierte u. a. 20 Ironman-Wettbewerbe. Später packte ihn das Adventure-Racing-Fieber. Hug konnte an mehreren Weltmeisterschaften mit diversen Teams unter den Top 10 finishen. Außerdem gilt Hug als einer der Trailrunning-Pioniere der Schweiz. Seit 2012 ist er beim Schweizer AlpenClub für den Leistungssport im Skibergsteigen zuständig.

Die markantesten Gipfel, Pässe und Orte von 
 Red Bull Der Lange Weg

Die Athleten von Red Bull Der Lange Weg wollen der Route der Alpenüberschreitung von 1971 möglichst genau folgen. Zu Beginn planen sie die ursprünglich von Robert Kittls Team angedachte Strecke über das Tote Gebirge und den Dachstein zu nehmen. Diese mussten die Pioniere damals wegen des schlechten Wetters für einen südlicheren Weg verwerfen. Bei der fast 2000 Kilometer langen Querung des Alpenhauptkamms von Ost nach West erreichen die Alpinisten über 50 Gipfel und Pässe. Die Strecke, welche die Pioniere von 1971 wählten, ist weder die einfachste noch die kürzeste. Sie wollten vielmehr auch einige der höchsten und anspruchsvollsten Gipfel der Alpen besteigen und einige der bekanntesten Wintersportorte Europas besuchen.

Hier sind die Highlights von Red Bull Der Lange Weg!

1. Edlach an der Rax (niederösterreichische Gemeinde am Fuß der Wiener Alpen)

2. Schneeberg 2076 m (höchster Berg Niederösterreichs)

3. Hochschwab 2277 m (höchster Berg der Hochschwabgruppe in der Steiermark)

4. Totes Gebirge (Plateaugebirge zwischen Steiermark und Oberösterreich)

5. Großer Priel 2515 m (höchster Berg des Toten Gebirges)

6. Bad Aussee (Kurstadt in der Steiermark)

7. Hoher Dachstein 2995 m (höchster Berg der Steiermark und Oberösterreichs)

8. Obertauern (einer der beliebtesten Wintersportorte in Salzburg)

9. Bad Gastein (historischer Kur- und Wintersportort in Salzburg)

10. Hoher Sonnblick 3106 m (auch Rauriser Sonnblick genannt, Teil der Goldberggruppe)

11. Großglockner 3798 m (höchster Berg Österreichs)

12. Großvenediger 3666 m (höchster Berg Salzburgs)

13. Dreiherrnspitze 3499 m (Berg der Hohen Tauern)

14. St. Jakob im Ahrnthal (Südtiroler Gemeinde im hinteren Talabschnitt des Tauferer Ahrnthals)

15. Hochfeiler 3509 m (höchster Berg der Zillertaler Alpen)

16. Sterzing (Stadt im Südtiroler Wipptal)

17. Timmelsjoch 2474 m (italienisch-österreichischer Grenzpass zwischen Passeiertal und Ötztal)

18. Vent im Ötztal (zur Gemeinde Sölden gehörendes Tiroler Gebirgsdorf)

19. Weißkugel 3738 m (dritthöchster Berg Österreichs, an der Grenze zu Südtirol)

20. Schluderns (Gemeinde im Südtiroler Vinschgau)

21. Stilfser Joch 2757 m (höchster Gebirgspass Italiens, verbindet Vinschgau und Veltlin)

22. Livigno (Wintersportort in der italienischen Provinz Sondrio/Lombardei)

23. Forcola di Livigno 2315 m (Pass zwischen Livigno und dem Puschlav in Graubünden/Schweiz)

24. Piz Palü 3900 m (Gipfel der Berninagruppe im Grenzgebiet von Graubünden und Lombardei)

25. St. Moritz (Graubündner Kur- und Wintersportort, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1928 und 1948)

26. Splügenpass 2115 m (verbindet Splügen in Graubünden mit Chiavenna in der Lombardei)

27. Rheinwaldhorn 3402 m (höchster Berg der Adula-Alpen und des Tessins/Schweiz)

28. Aquila (Dorf im Tessin mit schützenswertem Ortsbild von nationaler Bedeutung)

29. Saas-Fee (Wintersportort im Schweizer Kanton Wallis, umrahmt von elf Viertausendern)

30. Zermatt (weltberühmter Wintersportort im Wallis am Fuße des Matterhorns)

31. Dufourspitze 3634 m (höchster Berg der Schweiz und zweithöchster Berg der Alpen im Monte-Rosa-Massiv an der Grenze zu Italien)

32. Teile der „Haute Route“ (populäre mehrtägige Skitour durch die Walliser Alpen von Zermatt nach Chamonix)

33. Courmayeur (traditionsreicher italienischer Wintersportort im Aostatal am Fuße des Mont Blanc)

34. Mont Blanc 4810 m (höchster Berg der Alpen und der EU im Grenzgebiet von Italien und Frankreich)

35. Bourg-Saint-Maurice (Gemeinde im Tarentaise-Tal im Départment Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes)

36. Tignes/Val-d’Isère (französischer Wintersportort im Départment Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes, Austragungsort der Alpinen Ski-WM 2009)

37. Pointe de Charbonnel 3752 m (markanter Gipfel in den Grajischen Alpen)

38. Nähe Briançon (französische Gemeinde am westlichen Rand der Cottischen Alpen im Départment Hautes-Alpes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur)

39. Casteldelfino (italienische Gemeinde in der Provinz Cuneo im Piemont)

40. Col de Fenestre 2474 m (Grenzpass von Italien nach Frankreich in den Seealpen)

41. Contes (französische Gemeinde bei Nizza im Départment Alpes-Maritimes, Region Provence-Alpes-Côte d’Azur)

 

 
 
 

Copyright © 2012 trail-x-action.de