Cristofer Clemente und Kristin Berglund triumphieren beim 2. STUBAI ULTRATRAIL mit neuen Streckenrekorden

 

Kristin Berglund (SWE) und Cristofer Clemente (ESP) waren nicht zu schlagen beim 2. STUBAI ULTRATRAIL.
Kristin Berglund (SWE) und Cristofer Clemente (ESP) waren nicht zu schlagen beim 2. STUBAI ULTRATRAIL. ©Philipp Reiter

 

Was für ein Wahnsinns-Rennen, was für beeindruckende Zeiten. Nur zwölf Monate nach der Premiere hat sich der STUBAI ULTRATRAIL mit Start in der Olympiastadt Innsbruck und Ziel auf dem 3.137 m hohen Stubaier Gletscher seinen Platz im Ranking der interessantesten europäischen Trailrunning-Events gesichert.

Die zweite Auflage endete mit dem überragenden  Triumph des spanischen Weltklasseläufers Cristofer Clemente (Team Salomon), der die 63,1 Kilometer und 5.075 Höhenmeter in 7:31:34 Stunden zurücklegte und damit fast eine Stunde schneller war als der Sieger von 2017. Rang zwei ging an den Österreicher David Wallmann (8:10:59 Stunden, Salomon Running Team), der einen spannenden Zweikampf mit seinem Landsmann Christian Stern (8:13:35 Stunden, SV Raiba Stubai) für sich entschied. Bei den Frauen setzte sich die Schwedin Kristin Berglund (Salomon Running Team Austria) ebenso souverän wie Cristofer Clemente durch, während Mitfavorit Ryan Sandes (Südafrika) frühzeitig ausschied. Berglund erreichte das Ziel vor dem Restaurant Jochdohle am Stubaier Gletscher nach 8:46:00 Stunden. Auch die in Österreich lebende Schwedin verbesserte die Siegerzeit von 2017 um gut 45 Minuten.

 

Cristofer Clemente war fast eine Stunde schneller im Ziel als der beste Läufer 2017.
Cristofer Clemente war fast eine Stunde schneller im Ziel als der beste Läufer 2017. ©www.andifrank.de

 

„Das ist ein wunderschöner Tag für mich, ein Geschenk für das Leben. Hier im Schnee zu siegen und nicht im Sand oder am Meer, das ist einfach genial“, kommentierte der 33-jährige Clemente seinen Sieg. Der zurückhaltende und sympathische Spanier ist auf der Kanareninsel La Gomera zu Hause und läuft derzeit in einer anderen Liga als die Konkurrenz.

Die Favoriten wie Clemente oder Berglund gaben sich absolut keine Blöße beim 2. STUBAI ULTRATRAIL, andere dagegen schieden schon frühzeitig aus oder hatten die Strecke unterschätzt. So wie der Südafrikaner Ryan Sandes, 2017 Sieger des ältesten Ultra-Marathons der Welt, dem Western States® 100-Mile Endurance Run in den USA. Oder die Französin Perrine Tramoni. Für Sandes war nach 17 Kilometer Schluss. „Die Beine wollten einfach nicht, vielleicht steckt mir der Himalaya noch in den Knochen“, zeigte sich der Superstar ziemlich geknickt. Tramoni hielt länger durch und gab an der Verpflegungsstelle 7 bei Kilometer 49 ihre Startnummer ab.

 

David Wallmann lieferte sich mit Lokalmatador Christian Stern einen spannenden Kampf um Platz zwei.
David Wallmann lieferte sich mit Lokalmatador Christian Stern einen spannenden Kampf um Platz zwei. ©www.andifrank.de

 

Jeder einzelne Starter hatte sich seine ganz persönliche Taktik für dieses besondere Rennen mit der Startzeit um 1 Uhr in Innsbruck und dem extrem anspruchsvollen Finale zurechtgelegt. Während Cristofer Clemente vom ersten Meter an wie selbstverständlich die Führung übernahm und selbst im Ziel auf 3.137 m Meereshöhe nicht wirklich ausgepowert wirkte, ließ es David Wallmann, der Sieger des letztjährigen BASICTRAIL zunächst etwas ruhiger angehen. „Auf dem Flachen konnte ich wie erwartet nicht mithalten. Ich spürte auch noch die Anstrengungen der letzten Monate“, erklärte der 27-jährige Salzburger, der erfolgreich an der „längsten Skitour der Welt“ über 1.721 Kilometer sowie 89.644 Höhenmeter von Wien nach Nizza teilgenommen hatte. Seine große Klasse bewies Wallmann dann im Finale. Von der Skistation Mutterberg bis zum Ziel an der Jochdohle mussten innerhalb von 8,1 Kilometer fast 1400 Höhenmeter bewältigt werden. Hier zog Wallmann zum ersten Mal an dem Lokalmatador Christian Stern vorbei, der lange auf Platz zwei gelegen hatte. „Am Gletscher war ich etwas zu langsam, aber mit Platz drei bin ich dennoch hochzufrieden“, sagte der Athlet aus dem Stubaital.

 

Die in Tirol lebende Schwedin lief das Rennen ihres Lebens.
Die in Tirol lebende Schwedin lief das Rennen ihres Lebens. ©Philipp Reiter

 

Bei den Frauen zeigte sich Kristin Berglund vom ersten Meter an in bester Verfassung, ihre Zeit von 8:46:00 Stunden reichte zu Rang sieben in der Gesamtwertung. Einfach beeindruckend. „Die Strecke war echt ein Wahnsinn, viel schöner als ich mir vorgestellt hatte. Der Sonnenaufgang war sensationell“, war die 34-Jährige angetan. Das technisch anspruchsvolle Finale hinauf zur Bergstation Eisgrat kam Berglund zudem entgegen: „Es war trotzdem heftig, die Höhenmeter wollten einfach nicht weniger werden.“ Nach ihrer einjährigen Verletzungspause präsentierte sich die Schwedin in bester Verfassung, wurde sie doch erst vor zwei Wochen Zweite  beim SALOMON Zugspitz Ultratrail powered by LEDLENSER und war dabei schneller unterwegs als bei ihrem Sieg 2016. Der Vorsprung von Berglund auf die Konkurrenz war eindrucksvoll. Die Deutsche Elfi Frank (Michael Arend Training) folgte auf Rang 2 mit einer Zeit von 10:38:32 Stunden. Maja Dorfschmid aus der Schweiz lief auf Platz 3 in 10:43:35 Stunden.

 

Die meisten Läufer erlebten den Sonnenaufgang an der Starkenburger Hütte im Stubaital.
Die meisten Läufer erlebten den Sonnenaufgang an der Starkenburger Hütte im Stubaital. ©www.wisthaler.com

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