Skyrunner World Series: Kilian Jornet schlägt bei der Trofeo Kima zurück

Die Trofeo Kima gilt als das technisch anspruchsvollste Skyrace weltweit. Für die 250 Startplätze muss man sich mit seiner alpinen Vita bewerben, der Veranstalter wählt dann die Teilnehmer aus. Erstaunlich, dass es das schwierigste Rennen über 52 Kilometer und 4200 Höhenmeter so schon seit 1995 gilt. Es wird alle zwei Jahre veranstaltet. Bei keinem anderen Rennen tragen viele Teilnehmer Handschuhe, nicht wegen der Kälte sondern wegen der vielen Seilversicherungen. Die Trofeo Kima ist die Keimzelle der weltweiten Skyrunner Serie.

© Migu Run Skyrunner World Series

Bei der Kima 2016 hatte der Nepalesen Bhim Gurung den bis dahin geltenden Streckenrekord von Kilian Jornet gebrochen. Doch in diesem Jahr schlug Jornet zurück. Er bezeichnet die Kima als das  "spektakulärstes Rennen der Welt" und fühlt sich dort in seinem Element.

Der Start des Rennens wurde wegen Regen, Eis, Minustemperaturen und Sturm in den Höhenlagen um 1,5 Stunden auf 8 Uhr verschoben. Dann schien die Sonne über den schroffen Höhenzügen des Sentiero Roma. Wenn die Läufer die Boccheta Roma auf 2850m Höhe erreichen sind sie immer wieder erstaunt, wie viele Menschen sie an diesem entlegenen Punkt anfeuern, der nur zu Fuß erreichbar ist. Jornet zeigte sich eine Woche vor dem UTMB in bestechender Form. Lange Zeit lief er mit dem Skibergsteiger Alexis Sevennec zusammen. Auf dem Anstieg zum letzten der sieben Pässe mit über 2500 Meter Höhe zündete er den Turbo und zog davon. Mit 6h09'19 " holte er sich den Sieg mit neuem Streckenrekord vor Sevennec mit 6h11'59. Florian Reichert und Philipp Reiter erreichten das Ziel gemeinsam auf Rang 50. Bei den Frauen gewann nach einem abwechslungsreichen Rennen Hillary Gerardi (7h37’29) vor Robyn Owen (7h39’01) und Mira Rai (7h41’46).

Ergebnisse: http://www.sportdimontagna.com/sites/default/files/download/Classifica%20parziale%20Kima.pdf

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